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3 systemische Grundregeln- Dein Gamechanger 2024?

Weihnachten steht vor der Tür, schon wieder ist ein Jahr um- überall wird zurückgeblickt, nach vorn geschaut, es werden neue Vorsätze gefasst- nächstes Jahr wird alles anders, wenn nicht gar besser- ganz bestimmt…


Wirklich?


Hm, die Neujahrs-Erfahrenen unter uns ahnen, dass am 1. Januar 2024 irgendwie doch wieder -oder immer noch- alles beim Alten sein wird. Kein Wunder, das über Nacht geschehen ist, keine Märchen, die wahr geworden sind, kein Lottogewinn, die nervigen Nachbarn sind immer noch da, das Wetter ist nicht besser geworden und die Gehaltserhöhung lässt immer noch auf sich warten.


So ein Mist…


In meiner Jahresabschluss-Wundertüte hab ich aber vielleicht doch noch was für Dich. Etwas, das Dein Leben im neuen Jahr nicht grundlegend verändern wird und gleichzeitig etwas, das vielleicht doch ein kleiner „Gamechanger“ sein könnte. Wenn Du mitmachst...


 

Die 3 systemischen Grundregeln!

 


1. Tue mehr von dem, was funktioniert

Es liegt generell in der Natur des Menschen, dazu zu neigen, sich auf Probleme zu konzentrieren und sie natürlich auch lösen zu wollen. Doch manchmal ist es so: Je mehr wir uns auf die Lösung eines Problems konzentrieren, ja manchmal regelrecht verbeißen, desto weniger lässt sich das Problem lösen.  


Ein Beispiel aus der Schule: Ich möchte behaupten, dass (fast) alle Erwachsenen, also meist Lehrkräfte und Eltern, einem Kind, das (bisher) in Mathe schlecht ist, einfach noch mehr Matheaufgaben geben. Denn es muss ja besser werden. Klingt irgendwie logisch.


Doch was wäre, wenn wir stattdessen den Fokus auf das legen, was bereits gut funktioniert? Und einmal ganz bewusst den Fokus auf die Stärken legen und diese weiter ausbauen?

Dann würden wir feststellen, dass das Kind ganz hervorragend in Latein und Chemie ist. Wir würden es ermutigen, noch mehr Latein und Chemie zu lernen. Und feststellen, dass das Kind sehr motiviert ist.


Denn in jedem Bereich unseres Lebens gibt es Dinge, die uns leicht von der Hand gehen, die gut laufen. Wenn wir mehr davon tun, sind wir auch motivierter, unsere bereits erfolgreichen Strategien irgendwann auf andere Bereiche, zum Beispiel aufs Mathelernen, auszuweiten und anzuwenden. Und schließlich auch da Erfolgserlebnisse zu haben.


2. Repariere nichts, was nicht kaputt ist

Es mag entgegen aller Intuition klingen, aber oft neigen wir dazu, Dinge zu reparieren oder zu ändern, die eigentlich einwandfrei funktionieren.


Nicht alles, was anders erscheint, muss auch verbessert werden.

Manchmal kann das Eingreifen in ein funktionierendes System unvorhergesehene negative Konsequenzen haben.

Ein Beispiel dafür ist die ständige Verbesserung von Produkten oder Dienstleistungen, obwohl sie bereits die gewünschten Ergebnisse liefern. Unternehmen investieren oft in aufwendige Upgrades, um ihr Produkt zu verbessern, selbst wenn die aktuelle Version bereits den Anforderungen der Kund:innen entspricht. Dies kann nicht nur zu unnötigen Kosten führen, sondern auch zu Unzufriedenheit, wenn die "reparierte" Version nicht die erwarteten Vorteile bringt.

Auch im persönlichen Bereich können wir diese Beobachtung machen:

Menschen, die einen Hang zu Perfektionismus haben, wollen sich immer noch verbessern, auch wenn sie bereits erfolgreich sind. Sie verbringen unnötig viel Zeit damit, etwas zu "reparieren", das bereits sehr gut funktioniert.


Dies kann zu Stress, Angstzuständen und sogar zu einem Stillstand führen, da die Energie auf die Suche nach Perfektion anstatt auf produktive Aktivitäten gerichtet wird.

Dies bedeutet nicht, dass wir Innovationen oder Verbesserungen verhindern sollen. Es geht vielmehr darum, bewusst zu prüfen, ob eine Veränderung wirklich notwendig ist und ob sie einen echten Mehrwert bringt, bevor wir eingreifen.


3. Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas anderes

Dies ist keine Aufforderung zum Aufgeben oder zu Flatterhaftigkeit, sondern zu Anpassung und Flexibilität. Wenn wir erkennen, dass etwas nicht so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben, ist es wichtig, Alternativen zu finden und neue Wege zu gehen.


Im letzten Newsletter habe ich über meinen Sohn geschrieben, der viele Dinge erfindet und austüftelt und erstaunlicherweise bestens damit zurecht kommt, dass manches auch mal nicht so funktioniert, wie er sich das vorgestellt hatte. Wie macht er das? Indem er eine neue/andere Idee hat, wie es noch funktionieren könnte oder indem er sich einfach seinem nächsten Projekt zuwendet. Das Festhalten an alten Methoden oder Strategien, die sich als nicht zielführend erweisen, führt selten zu positiven Ergebnissen.


Wenn wir offen für Veränderungen sind und alternative Ansätze suchen, gelingt es uns leichter, unsere Ziele zu erreichen. Wir haben die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen und neue Lösungen zu finden.

 

Einer meiner Ausbilder hat einmal gesagt „Die Anpassungsleistung ist die größte Leistung, die wir Menschen in unserem Leben erbringen müssen“- ich finde, das sind sehr weise Worte.


Und jetzt Butter bei die Fische:


  • Welche von den drei systemischen Grundregeln willst du mit ins neue Jahr nehmen?

  • Was wird dein „Gamechanger“?

  • Was wird anders, wenn du mehr von dem tust, was funktioniert?

  • Was ist möglich, wenn du aufhörst, Dinge zu reparieren, die nicht kaputt sind?

 


Wird also doch alles anders in 2024???


Hab einen wundervollen Start ins neue Jahr! Wir sehen uns!





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